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Kundgebung-Oldenburg

der DBV hat die Landesbauernverbände für den April zu bundesweiten Aktionen aufgerufen. Aktueller Anlass sind die Preisverhandlungen in der Molkereiwirtschaft.

Stabile Milchpreise jetzt sichern
Schweinehalter brauchen kostendeckende Preise

 
zur Lage von Milcherzeugern, Sauenhaltern und Schweinemästern
Mittwoch, 16. April 2008 von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
Oldenburg, EWE - Arena (Weser-Ems-Halle)


 

Andreas Kroll ,
Vorsitzender Landvolk Wittlage
rief mit kräftiger Unterstützung der
Teilnehmer dem Handel zu:


 
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Lasst das Sein mit  "Geiz ist Geil"

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Lasst das Sein mit  "Frische trifft Billig"-

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Lasst das Sein mit  "Qualität oben und Preise unten"

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Lasst das Sein mit  "Hier treffen Sie die niedrigen Preise"

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Lasst uns Luft zum Leben

Neben der Stabilisierung der Milchpreise, sollen insbesondere die gestiegene Kostenbelastung der Schweinehalter sowie die Notwendigkeit mindestens kostendeckender Preise bei Schweinen und Ferkeln im Mittelpunkt stehen.

Für weitere Fragen und Wünsche stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.  Einladung           Anmeldung

Presse zur Kundgebung


Bericht der ISN
 

Hilse spricht
mit EDEKA

Bericht Landesverband

Bericht HNA
19.4.2008


Landvolk fordert leistungsgerechte Preise vom Handel

Knapp 3000 Landwirte kamen am 16.4. nach Oldenburg zur Kundgebung des Verbandes, um Verbraucher und Handel aufzufordern, für Fleisch und Milch leistungsgerechte Preise zu zahlen.

„Als Partner in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel müssen wir Bauern leistungsgerechte Preise erhalten", forderte Landvolkpräsident Werner Hilse. Die Landwirte selbst müssten deutlich mehr für Futtermittel, Dünger, Energie oder Löhne ausgeben, während auf der Einnahmeseite ständig weniger in die Kassen komme. „Die Preise lassen uns kaum Luft zum Leben", so drastisch formulierte es der Wittlager Sauenhalter und Kreisvorsitzende Andreas Kroll, selbst von der Preismisere bereits zum dritten Mal und dieses Mal besonders hart getroffen. Schweinehalter müssten ihre Erzeugnisse seit mehr als einem Jahr "quasi verschenken". Wie schlimm die Situation zurzeit ist, rechnete Schweinehalter Martin Roberg aus Bevern in seinem Redebeitrag vor. Stelle man Vollkosten vom Ferkel bis zum Mastschwein und Erträge gegenüber, machten die Halter pro Mastschwein derzeit ein Minus von 38 € und pro Ferkel von 9 €. Für einen in der Region durchschnittlichen Betrieb mit 150 Zuchtsausen bzw. 1200 Mastplätzen bedeute dies übers Jahr gerechnet einen Verlust von rund 32 000 bzw. rund 120 000 Euro. „Die Preise für unsere Produkte müssen rauf – ohne Wenn und Aber." 2 statt der aktuellen 1,40 € müssten die Schweineerzeuger pro kg bekommen, forderte Roberg.

Dr. Heinz Schweer vom Schlachtkonzern Vion forderte endlich Veterinärabkommen der Bundesrepublik mit Ländern wie Südkorea, Südafrika, Japan oder China. Er gab zu bedenken, dass Deutschland Schweine inzwischen über Bedarf produziere und als Exporteur vom Weltmarkt abhängig sei. Allein im vergangenen Jahr seien 53 Millionen Schweine und damit 9 Millionen mehr als noch in 2001 geschlachtet worden.

In engagiert vorgetragenen Statements zeigten die Landwirte, welche Folgen der Preisdruck bei gleichzeitig höheren Ausgaben für Futter, Düngemittel, Energie und Löhne für ihre Betriebe hat. Der Handel solle nicht nur mit Slogans wie „Wir lieben Lebensmittel" werben, sondern sich auch seiner Verantwortung für eine nachhaltige Lebensmittelversorgung bewusst werden und entsprechende Preise zahlen. Das Medieninteresse an der Veranstaltung war sehr gut - in Funk und Fernsehen sowie in den Tageszeitungen wurde das Anliegen sehr objektiv aufgegriffen.

 

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